Zum Inhalt springen

Keramik · Attenkirchen

Cornelia Leutgeb

Gefaltetes Porzellan, gestempelte Spiralen, gemalte Gesichter. Jedes Stück entsteht von Hand – und keines gibt es zweimal.

Jetzt zu sehen Windstille mit Norbert Härtl · Galerie am Lindenkeller, Freising · bis 29. November

Auch diese Seite ist ein Unikat: Die Farbe ist eben erst für dich getrocknet. Beim nächsten Besuch sieht alles ein wenig anders aus.

Zum Setzkasten

„Ich möchte den Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern.“

Cornelia Leutgeb

Am liebsten schon morgens: bei der ersten Tasse Kaffee, aus einem Becher, den es genau einmal gibt.

Aus dem Setzkasten

Becher, Krüge, Dosen, Köpfe. In Cornelias Werkstatt wohnen die Stücke in alten Setzkästen – hier auch. Tipp auf ein Fach, und das Stück kommt heraus.

Platz für dein Unikat Workshops →
Hier stand ein Becher. Jetzt trinkt jemand anders morgens daraus.
Die Boote sind ausgelaufen zur Ausstellung →

Alles Einzelstücke. Fragen zu einem Stück? Einfach anrufen.

Die Falte

Cornelias Markenzeichen: Becher, die nicht gedreht, sondern gefaltet werden.

  1. 01 Gießen

    Aus Porzellan-Gießmasse entstehen dünne, flache Platten.

  2. 02 Schneiden

    Noch feucht schneidet sie die Platten mit selbst gemachten Schablonen zu.

  3. 03 Dekor

    Die Pigmente kommen schon vor dem ersten Brand aufs Porzellan – so verbinden sie sich besonders dicht mit der Masse. Bis zum letzten Brand braucht es jetzt Fingerspitzengefühl.

  4. 04 Falten

    Die Platte wird zum Gefäß gebogen, die Kanten hält eine Falte zusammen: ein kleiner Überschlag, der jedem Becher seine Naht gibt.

  5. 05 Brennen

    Schrühbrand, dann Glattbrand – erst jetzt sitzt die Farbe fest. Fein und trotzdem robust genug für jeden Morgen.

Dieser Becher wird übrigens bei jedem Besuch neu gestempelt.

Gesichter

Lachen, Staunen, Grimassen.

Während der Pandemie hat Cornelia das Aquarell für sich entdeckt – mit Unterricht bei ihrem Nachbarn, dem Maler Norbert Härtl. Seitdem malt sie Gesichter. Schönheitsideale interessieren sie wenig, Gesten und Mimik umso mehr: das Lachen, das einem herausrutscht, das Staunen hinter dicken Brillengläsern. Beim Malen versinkt sie darin wie in einer Meditation. Die Gesichter hängen auf Fliesen an alten Brettern.

Der Weg

Cornelia Leutgeb nennt sich selbst eine Suchende. Ihr Weg zur Keramik war kein gerader – eher ein Pilgerpfad mit Stationen.

  1. Passau

    Geboren in Passau.

  2. München

    Aufgewachsen in München. Fachoberschule, Zweig Gestaltung, nebenher eine traditionelle Zeichenschule, danach ein Studium Kommunikationsdesign: Kunst als Sprache, mit der man Menschen erreicht.

  3. Starnberg

    Als Leiterin der „Schule der Phantasie“ an der Montessori-Schule sammelt sie mit Kindern Naturmaterialien, macht daraus Neues – und bringt ihnen den Ton nahe.

  4. Bei Pfaffenhofen

    Familie, ein alter Bauernhof, Kinder, die auf dem Land aufwachsen. Ein paar Keramikkurse an der Volkshochschule – und die Entdeckung: Jede handgemachte Arbeit ist ein Unikat, das sich nicht wiederholen lässt.

  5. Landshut

    Mit 47 noch einmal Schülerin: Ausbildung an der Keramikschule Landshut, Abschluss mit 1,3. Drehen an der Scheibe, Skulpturen, Ziegelplastik, Drucktechniken auf Keramik – dazu Praktika, so viele wie möglich. Im dritten Lehrjahr gewinnt sie mit streng geometrischen Modulen den ersten Preis der Kastulus-Bader-Stiftung.

  6. Camino

    Zu Fuß auf dem Jakobsweg, Richtung Santiago de Compostela. Heute begleitet sie als ausgebildete Pilgerführerin selbst Gruppen.

  7. Attenkirchen

    Seit 2018 zu Hause am Rand der Hallertau. Werkstatt, Garten, Kurse für Kinder und Gruppen – mal im eigenen Garten, mal im Naturgarten Schönegge. Mittendrin im Dorfleben, und doch braucht sie die stillen Stunden in der Werkstatt. Dort läuft meistens Georges Brassens.

  8. Farbe

    In der Pandemie kommen Aquarell und Gesichter dazu. Seit 2021 zeigt sie ihre Arbeiten öffentlich: auf der Künstlermeile und dem Weihnachtsmarkt in Attenkirchen, beim Kathreinmarkt in Geisenhausen, beim Erntedankfest in Meilendorf und, von einer Jury ausgewählt, auf dem Johannismarkt am Schafhof.

  9. Freising

    2026 die gemeinsame Ausstellung „Windstille“ mit Norbert Härtl in der Galerie am Lindenkeller. Mehr dazu ↓

Ein dunkel gestrichener Setzkasten an der Werkstattwand, in jedem Fach ein Becher
Der Setzkasten in der Werkstatt
Wandregal aus altem Holz und ein blauer Setzkasten voller Becher, oben gestapelte Schalen, im Regal modellierte Köpfe
Köpfe, Becher, Schalen – alles an der Wand
Gefäße mit Dahlien auf der Fensterbank, daneben eine blaue Schale und ein Druck mit Tanzpaar
Fensterbank im Oktober

Jetzt zu sehen

Windstille

Norbert Härtl & Cornelia Leutgeb

Epikur nannte sie Ataraxia: die Windstille der Seele. Für die gemeinsame Ausstellung hat Cornelia eine Reihe von Fune gebaut – japanisch für Schiff oder kleines Boot, in vielen Mythen ein Bild für die Reise durchs Leben. Ihre Boote sind modelliert und mit Sinnbildern bemalt; man kann sie benutzen oder einfach anschauen.

Norbert Härtl zeigt kleine, kolorierte Zeichnungen auf Papier und Karton, seine „Engramme“: Gedächtnisspuren, entstanden beim meditativen Zeichnen. Die beiden leben und arbeiten seit Jahren Tür an Tür in Attenkirchen.

Wann
11. Oktober bis 29. November 2026
jederzeit einsehbar
Wo
Galerie am Lindenkeller (Glaskubus)
Veitsmüllerweg 2, Freising
Auf der Karte ansehen
Mit
Norbert Härtl, Zeichner und Maler

Hier bewegt sich nichts. Mit Absicht.

Keramik-Workshops

Linoldruck von Cornelia Leutgeb: drei Tassen in Patinagrün, dazu Pinselstriche in Ocker und Nachtblau

Ein Samstag mit Ton: Du formst deine eigenen Stücke, Cornelia begleitet dich. Material und zwei Brände sind im Preis enthalten – am Ende steht dein eigenes Unikat.

Termine

  • Sa 24.10.2026
  • Sa 21.11.2026
  • Sa 12.12.2026
  • Sa 23.01.2027
  • Sa 20.02.2027
  • Sa 27.03.2027
Uhrzeit
9 – 14 Uhr
Kosten
65 € inkl. Material und 2 Brände
Ort
Hopfenstraße 4, 85395 Attenkirchen

Kurse für Kinder und Gruppen gibt es auf Anfrage.

Kontakt

Am einfachsten: anrufen.

0176 / 43 23 29 46

Unikate · Cornelia Leutgeb
Hopfenstraße 4 · 85395 Attenkirchen

Für Fragen zu einzelnen Stücken, zu den Workshops oder wenn du die Werkstatt sehen möchtest.

Presse

· Nr. 

So steht es in der Werkstatt.

Fragen dazu? 0176 / 43 23 29 46